Die Absicht als avsikt, mening, syfte und uppsåt

Auch wenn das deutsche Substantiv Absicht vom Ursprung und seinem Klang her der schwedischen "avsikt" entspricht, solle man im Schwedischen nicht davon ausgehen, dass diese beiden Worte grundsätzlich gleichgestellt werden können, denn je nach Intention unterscheidet man im Schwedischen deutlich zwischen "avsikt", "mening", "syfte" und "uppsåt".
 
"Avsikt" im Sinne von Absicht drückt den festen Willen aus etwas zu erledigen und trägt daher immer einen positiven Gedanken, denn wenn man die "avsikt" hat eine Rate oder eine Rechnung zu bezahlen, so ist man fest dazu entschlossen, auch wenn man im letzten Moment vielleicht doch nicht bezahlen kann.
 
"Mening" ist, neben der Absicht, auch der Satz, der Sinn, die Meinung und die Ansicht. Im Sinne von Absicht ist die Handlung bereits im vollen Gang und das Ergebnis kann durch einen Zufall verändert werden. Man kann also die "mening" haben etwas nicht zu erzählen, aber jemand anders übernimmt dann diese nicht geplante Handlung, also im Sinne "det var inte meningen att ..." (ich hatte nicht die Absicht ...). Man kann aber auch sagen, dass die "mening" war um 23 Uhr nach Hause zu gehen, aber man sitzt eine Stunde später immer noch in der Kneipe und denkt an seine gute Absicht zurück.
 
"Syfte" ähnelt inhaltsmäßig in großen Zügen dem Wort "mening", aber im Gegensatz zu "mening" ist das Ergebnis verherzusehen und inkludiert eine Antwort, denn wenn man ein Loch im Garten gräbt, so ist die "syfte" nicht nur ein Loch zu graben, sondern man will auch ein Plantschbecken anlegen, und wenn man eine Autobatterie wechselt, so ist das "syfte", dass sich anschließend der Motor wieder starten lässt. Oft kann "syfte" daher auch mit Zweck oder Ziel übersetzt werden.
 
Das schwedische Substantiv "uppsåt" wiederum hat in der Regel einen negativen Beiklang und drückt, zum Beispiel, aus, dass jemand die Absicht hat auf jeden Fall befördert zu werden und dabei auch über Leichen geht. Wichtig ist hierbei also, dass das ein gewisses Resultat erreicht wird. Wird "uppsåt" im Schwedischen dennoch positiv benutzt, so folgt einer Aussage in der Regel "utan ont uppsåt", dass der Vorschlag oder die Handlung also ohne böse Absicht erfolgte.
 
 
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