Das Bad als bad, dopp, badrum und badort

Wenn man vom Bad spricht, so geht im Deutschen meist aus dem Zusammenhang hervor um welche Art von Bad es sich handelt, denn der Begriff wird für das Bad in der Badewanne, das Badezimmer, das Strandbad und anderes mehr verwendet, selbst wenn es in vielen Zusammenhängen für jedes dieser Bäder auch im Deutschen eigene Worte gibt. Im Schwedischen muss man hierbei etwas exakter sein und jeweils unter den Begriffen bad, dopp, badrum und badort unterscheiden.
 
Das schwedische bad bezieht sich auf das Baden in einem Behälter oder am Strand, wenn man davon absieht, dass man auch bada bastu kann, hierbei jedoch die bastu (Sauna) immer hinzufügen muss. Spricht man von ta sig ett bad, so meint man damit, dass man ausgiebig in der Badewanne, beziehungsweise im Wasser eines Sees oder im Meer badet.
 
Nimmt man jedoch nur ein kurzes Bad um sich abzukühlen, so wendet man das Wort dopp an und spricht von ta sig ett dopp. In diesem Fall wird man jedoch kein längeres Bad im Wasser nehmen, selbst wenn man vielleicht anschließend ein langes solbad (Sonnenbad) am Strand nimmt. Zu bedenken ist beim Begriff dopp, dass es auch im übertragenen Sinne vorkommt, denn kaffe med dopp bedeutet einen Kaffee mit einem Gebäck zu genießen und dopp i grytan ist ein weihnachtlicher Brauch Brot in die Brühe zu tauchen in der der Weihnachtsschinken gekocht wurde.
 
Beim Badezimmer spricht man im Schwedischen nie vom bad, sondern vom badrum. Zur Verwirrung kann lediglich führen, dass man in Schweden bisweilen den Begriff Toilette vermeidet und bei dieser ebenfalls vom badrum spricht, selbst wenn man dort vergeblich nach einer Dusche oder einer Badewanne suchen wird.
 
Der sommerliche Badeort an der Küste wird im Schwedischen immer der badort, wobei man in Schweden an diesen Orten auch häufig ein sogenanntes Kaltbad findet das diese Orte früher zu beliebten Badeorten machte. Im modernen Schwedisch wird auch eine Stadt am Mittelmeer, die vor allem Badegäste anzieht, als badort bezeichnet.
 
 
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