Die Beichte als bikt und als bekännelse

Während im Deutschen die Beichte sowohl das Sündenbekenntnis innerhalb einer Religion sein kann als auch ein Geständnis oder ein Bekenntnis im privaten Raum, unterscheidet man im modernen Schwedischen relativ deutlich zwischen bikt und bekännelse.
 
Die bikt ist im Schwedischen in erster Linie das Sündenbekenntnis, dem die Absolution folgt. Im übertragenen Sinn kann es sich jedoch auch um eine öffentliche Beichte handeln, wenn, zum Beispiel, ein Schriftsteller in einer Selbstbiografie extrem und schockierend offen über seine Vergangenheit berichtet. Um von bikt zu reden muss sich diese öffentliche Beichte allerdings an eine weite Schicht an Personen richten, im Prinzip sogar allen zugänglich sein.
 
Bekännelse hat im Schwedischen mehrere Bedeutungen und ist nicht nur die Beichte im übertragenen Sinn, sondern vor allem ein Bekenntnis oder ein Geständnis. Im Sinne von Beichte wird bekännelse dann benutzt, wenn jemand seine "Sünden" einer nahestehenden Person beichtet, also Farbe bekennt oder die Karten auf den Tisch legt. Es handelt sich dabei also um Handlungen oder auch Gedanken, die bis zu diesem Zeitpunkt völlig heimlich gehalten wurden, aber die Relation zu einer anderen Person beeinflussen oder entscheiden können, im positiven wie im negativen Sinn.
 
 
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