Wann spricht man bei Betrug von bluff, svek oder bedrägeri?

Auch wenn die schwedischen Worte "bluff", "svek" und "bedrägeri" im Grunde drei sehr unterschiedliche Dinge ausdrücken, so gibt es Fälle bei denen alle drei im Deutschen zum Betrug werden, was auch erklärt, dass gute deutsch-schwedische Worte alle drei Worte als übersetzungsvorschlag nennen.
 
Der rechtlich juristische Betrug ist im Schwedischen immer "bedrägeri", auch wenn "bedrägeri" selbst in anderen Zusammenhängen existiert, nämlich der "självbedrägeri", die oft eine langwierige psychische Störung sein kann und bei weitem nicht immer rechtliche Folgen nach sich ziehen kann.
 
Etwas schwieriger ist den "bluff" einzugrenzen, da dieses Wort sowohl dem deutschen Bluff entspricht, jedoch auch ein Betrug sein kann, denn bei einem "bluff" wird eine Tatsache meist positiv übertrieben oder verfälscht um jemanden zu einem Kauf zu animieren. Das typische Beispiel hier ist der "reklambluff" (Werbungsbetrug, Werbungsbluff), der im einfachen Fall keinerlei Folgen hat und rechtlich legal sein kann, aber auch durch vorsätzlich falsche Aussagen zum Betrug werden kann.
 
Das Wort "svek" wiederum ist nur im übertragenen Sinne ein Betrug, da man beim ehelichen Seitensprung im Deutschen von Betrug reden kann, im Schwedischen jedoch von "svek" sprechen muss. "Svek" wird bei Versprechen verwendet, die nicht gehalten werden, denn das Eheversprechen enthält auch ein Treueversprechen. Auch wenn eine Partei mit gewissen Versprechen zur Wahl geht, das hinterher nicht gehalten wird, so spricht man von "svek". "Svek" kann daher, im übertragenen Sinn, zu Betrug werden, ist aber häufig mehr die Treulosigkeit oder die Falschheit.
 
 
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