denken: Wo liegt der Unterschied zwischen tänka und fundera?

Das neutrale denken wird auch im Schwedischen mit"tänka" überetzt, wobei es sich hierbei jedoch lediglich um einen täglichen Denkvorgang handelt, der nicht zielgerichtet ist. Aus diesem Grund ist der Begriff "tänka" auch sehr weitläufig zu verwenden, denn man kann "tänka på semester" (an den Urlaub denken), man spricht in der Mathematik von einer "tänkt strecke" (gedachten Strecke), man fragt sich was "folk skall tänka" (andere davon halten) und man selbst "tänka att resa", also überlegen ob man nicht reisen sollte. "Tänka" ist also eine geistige Bearbeitung, die im Grenzfall noch dazu führt, dass man "tänka på problemet" soll, also ein gewisses Problem nicht verdrängen soll, sondern eine Entscheidung fällen muss.
 
Im Gegensatz dazu ist "fundera" teilweise mit "grubbla" (grübeln) gleichzusetzen, denn bei "fundera" will man durch Nachdenken eine Lösung finden und nicht nur über ein (kleineres) Problem entscheiden, sondern eine sinnvolle Lösung dafür finden, die bisweilen sogar unmöglich scheint. "Fundera" wird fast ausschließlich mit "på" oder "över" verwendet.
 
Es nicht immer einfach die Schwelle zwischen "tänka" und "fundera" zu sehen, was sich in den beiden Aussagen "det finns mycket att fundera på" und "det finns mycket att tänka på" ausdrückt, denn im ersten Fall muss man aus verschiedenen Möglichkeiten die optimale wählen und im zweiten Fall darf man, zum Beispiel, bei einer längeren Flugreise nichts vergessen und muss deshalb an vieles denken (Papier, Kleidung etc.).
 
Eine weitere Erklärung des Unterschieds findet man bei den beiden Sätzen "hon tänkar på att öppna eget" und "hon funderar på att öppna eget", denn beim ersten Ausdruck ist die Entscheidung im Grunde gefallen und die betroffene wird sich selbständig machen, während sie im zweiten Fall noch alle Für und Wider abwägt und die Entscheidung noch in beide Richtungen gehen kann.
 
 
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