gebären wird nicht nur föda, sondern auch kläcka

Auch wenn einige deutsch-schwedischen Wörterbücher das Verb gebären mit "föda" und "kläcka" übertragen, so taucht bei gebären nur dann ein Problem der übersetzung auf, wenn man das Wort im übertragenen Sinn verwendet.
 
"Föda" ist nämlich in erster Linie ein Kind zur Welt bringen oder, im Tierreich, das Werfen von Jungen und "kläcka" bezeichnet das Ausbrüten von Eiern oder das Schlüpfen der Vögel, und es wird auch beim Schlüpfen von Insekten benutzt.
 
Die Schwierigkeit taucht jedoch auf, wenn man bedenkt, dass man auch Ideen gebären kann, Hass nur neuen Hass gebiert und man auch für einen bestimmten Beruf geboren sein kann.
 
"Föda" wird im übertragenen Sinne verwendet wenn ein literarisches Werk geboren wird, aber auch dann, wenn man ausdrücken will, das man Kinder oder Tiere ernährt. Während man "föda" sowohl bei Tieren und Menschen für das Gebären verwendet, so gibt es hierbei zwei Ausnahmen, denn bei Kühen greift man zu "kalva" (kalben) und nicht zu "föda", und bei Pferden benutzt man das Wort "föla" (gebären). Wenn man ausdrücken will, dass man für eine bestimmte Zukunft oder einen bestimmten Beruf geboren wurde, so wird dies im Schwedischen zu "född för att vara" reich, ein Lehrer zu werden oder auch bereits böse geboren zu sein.
 
"Kläcka" wiederum drückt im übertragenen Sinne aus, dass man plötzlich eine Idee hat, also eine Idee zur Welt kommt. In der schwedischen Umgangssprache wird man auch immer wieder Ausdrücke wie "kläcka ur sig vad som helst" hören, was dann allerdings bedeutet, dass jemand redet ohne nachzudenken, also Blödsinn verbreitet.
 
 
Wichtiger Hinweis:
 
Das aktuelle Lehrwerk, das eine Mischung aus Wörterbuch, Landeskunde und Stillehre für Neulinge der schwedischen Sprache darstellt, wird permanent erweitert und verbessert. Wir sind daher für Anregungen offen und sind auch bereit von unseren Lesern gewünschte Worte mit aufzunehmen und zu erklären. Jede Anregung ist uns willkommen.
 
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