Die Landplage als landsplåga und als odåga

Das deutsche Substantiv Landplage wird im Deutschen, wie auch im Schwedischen, in seiner ursprünglicher Bedeutung und im übertragenen Sinne verwendet, wobei man jedoch im Schwedischen sehr deutlich zwischen den beiden Worten "landsplåga" und "odåga" unterscheiden muss.
 
Die "landsplåga" ist im modernen Schwedisch in erster Linie ein großflächiger Schädlingsbefall. Daher spricht man bei den regelmäßigen Stechmückeninvasionen am Dalälven von eines "landsplåga" und die bisweilen sehr starke Verbreitung und Belästigung von Wespen wird ebenfalls als "landsplåga" bezeichnet.
 
Das Wort "landsplåga" geht indes auf die Bibelübersetzung zur Zeit Gustav Vasas zurück, als man im biblischen Sinne von den "Lands plågha" sprach, den zehn Plagen ägyptens, was wiederum erklärt, warum die Pest im Mittelalter ebenfalls eine "landsplåga" darstellte.
 
Im übertragenen Sinne ist die "landsplåga" auch ein Sommerhit dem man nicht entkommen kann und der wie eine Epidemie, einen oder mehrere Sommer lang, über dem Land liegt.
 
Meint man im Schwedischen jedoch eine Person, die eine Landplage darstellt, also eine Person, die einem wirklich auf die Nerven geht, oder auch einen Taugenichts, einen Lümmel oder einen Tunichtgut, so benutzt man den Begriff "odåga". Würde man hier von eines "landsplåga" sprechen, so würde ein Schwede kaum verstehen wovon man spricht.
 
 
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