leiblich wird zu kroppslig, lekamig und köttslig

Das deutsche Adjektiv leiblich kann sehr verschiedene Bedeutungen annehmen, so dass die tatsächliche Bedeutung des Wortes nur aus dem Zusammenhang zu erkennen ist. Bei der Übersetzung von leiblich in die schwedische Sprache unterscheidet man zwischen kroppslig, lekamig und köttslig, da somatisch, ein deutsches Synonym für leiblich, im Schwedischen zu somatisk wird, in dieser Gruppe der Übersetzungsmöglichkeiten daher ausgenommen wird.
 
Benutzt man im Schwedischen das Adjektiv kroppslig, so bezieht sich das Wort auf die materielle Form, denn man hat kroppsliga Bedürfnisse, auch wenn kroppslig im älteren Schwedisch auch im übertragenen Bereich benutzt wurde. Dies erklärt sich daraus, dass dieses Wort bereits Ende des 15. Jahrhunderts entstand, als die Sprache sich von einer reinen Hochsprache in ein mehr allgemein verständliches Schwedisch verwandelte.
 
Lekamlig wird heute im Schwedischen vor allem dann benutzt, wenn man sich auf die körperlichen Funktionen bezieht, also im medizinischen Bereich. Gleichzeitig findet man lekamlig noch in der Religion, da sich bei religiösen Schriften die Sprache bis heute weitgehend auf einem sehr traditionellen Niveau hält. Das Wort lekamlig kann bis Mitte des 14. Jahrhunderts zurückverfolgt werden und gilt in der Umgangssprache heute als etwas veralteter Ausdruck, war früher jedoch ein Synonym für kroppslig.
 
Greift man in der schwedischen Sprache zu köttslig, so denkt man vor allem an die körperlichen, sexuellen Funktionen, zum Beispiel im Sinne von köttslig kärlek (körperlichen Liebe) oder köttslig begär (körperliche Begierde). Im übertragenen Bereich kann köttslig auch die Blutsverwandtschaft ausdrücken, auch wenn man den deutschen Begriff blutsverwandt im Schwedischen meist mit släkt genom blodsband umschreibt.
 
 
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