leuchten als lysa, skina, blänka und stråla

Leuchten gehört im Deutschen zu den Verben, die in sehr verschiedenen Zusammenhängen verwendet werden können, was fast immer bedeutet dass die Übersetzung in eine andere Sprache schwierig sein kann. Im Schwedischen muss man bei leuchten zwischen "lysa", "skina", "blänka" und "stråla" unterscheiden, die in sehr unterschiedlichem Zusammenhang verwendet werden.
 
"Lysa" wird im Schwedischen verwendet um auszudrücken, dass eine Lichtquelle Helligkeit verbreitet. Das typische Beispiel dafür ist daher die Lampe, denn am Abend "lyser" in vielen schwedischen Fenstern kleine Lampen. Sollte dagegen im Auto eine rote Lampe "lysa", so ist dies mit einem Problem verbunden. Spricht man im Zusammenhang mit der Sonne von "lysa", so meint man damit, dass sie Licht abgibt und für die Helligkeit am Tage verantwortlich ist, und dies in einem völlig neutralen Sinne.
 
Im übertragenen Sinn kann man "lysa" auch anwenden um auszudrücken, dass jemand durch hervorragende Kenntnisse auffällt und aus der Masse herausragt. In der Aussage "lysa med sin frånvaro" drückt man hingegen aus, dass jemand durch seine Abwesenheit glänzt, und das zusammengesetzte Wort "fridlysa" hat die Bedeutung schützen, also unter Naturschutz stellen.
 
"Skina" wird im Schwedischen verwendet wenn eine Lichtquelle nicht nur etwas beleuchtet, sondern einen stärkeren Schein von sich gibt oder stark leuchtet. Wenn man im Zusammenhang mit der Sonne von "skina" spricht, so meint man entweder, dass es gestern regnete, aber heute die Sonne scheint, oder aber dass die Sonne ein Glücksgefühl mit sich bringt. "Skina" ist daher das persönliche Gefühl und nicht der neutrale Ausdruck für die Helligkeit der Sonne. In der schwedischen Lyrik greift man daher kaum zu "lysa", sondern zu "skina".
 
Das zusammengesetzte Verb "påskina" hat allerdings nur sehr indirekt etwas mit Licht zu tun, sondern bedeutet etwas anzudeuten oder etwas durchblicken lassen.
 
"Blänka" wiederum wird im Schwedischen verwendet wenn ein physischer Körper so stark leuchtet dass man sich darin geradezu spiegeln kann. Dieses Verb wird daher verwendet wenn die Küche so sauber ist, dass sie geradezu strahlt, wenn ein Offizier seine frisch geputzten Medaillen zur Schau stellt, oder aber wenn der Schein nicht sehr stark empfunden wird, denn die Sterne können weder "ljusa" (da sie die Erde nicht erhellen), noch aber "skina" (da man ihr Licht auf der Erde kaum empfinden kann), jedoch "blänka", denn sie geben uns das optische Gefühl zu blinken und leuchten am Himmel.
 
"Stråla" wird dann verwendet, wenn eine Lichtquelle nicht nur Helligkeit abgibt, sondern wenn diese geradezu (oft sichtbare) Strahlen aussendet. Die Sonne kann daher, von der Steigerung her betrachtet, zum einen "lysa" (für Helligkeit sorgen), "skina" (ein sommerliches Gefühl und Wärme vermitteln), oder aber auch geradezu "stråla" (blenden, starke Wärme abgeben). Im übertragenen Sinne kann man natürlich auch vor Glück oder Freude "stråla". Auch wenn eine Wärmequelle, zum Beispiel eine Heizung oder ein Kamin Wärme abgeben, so benutzt man im Schwedischen das Wort "stråla".
 
 
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