Die Mautgebühr: Vägavgift, vägtull und trängselskatt

Das deutsche Wort Mautgebühr, oder allgemein nur Maut, kann für jede Art von Straßengebühr verwendet werden. Im Schwedischen unterscheidet man, wenn man von der Maut spricht, jedoch zwischen "vägavgift", "vägtull" und "trängselskatt". Auch wenn umgangssprachlich in Schweden diese Begriffe teilweise ausgetauscht werden, so besteht hochsprachlich dennoch ein Unterschied.
 
Die "vägavgift" ist eine reine Straßennutzungsgebühr, zum Beispiel für Lastwagen, eine Gebühr, die in Schweden 1998 für alle Lastwagen ab 12 Tonnen eingeführt wurde und für schwedische Lastwagen jeweils für ein Jahr im voraus zu bezahlen ist. Ausländische Lastwagen müssen bei der Benutzung bestimmter Schnellstrecken diese Gebühr ebenfalls im voraus bezahlen, können jedoch zwischen den Gebühren für einen Tag, eine Woche, einen Monat oder ein Jahr wählen.
 
Der "vägtull" ist eine in der Regel einmalige Steuer, die für die Benutzung einer bestimmten Straße oder einer Brücke fällig wird, also von jedem Benutzer dieser Strecke bezahlt werden muss. Dies kann direkt an einer Zahlstelle erfolgen oder über eine Zentralstelle per Rechnung geschehen.
 
Auch beim "trängselskatt" spricht man oft von einem "vägtull", obwohl es sich hierbei um eine Maut handelt, die den Verkehrsfluss reduzieren soll, meist aus Umweltgründen. In Schweden existiert gegenwärtig nur in Stockholm und in Göteborg ein "trängselskatt", der beim Befahren der Innenstädte anfällt. Die Kennzeichen der Fahrzeuge werden automatisch erfasst, die Rechnungen dann von einer Zentralstelle verschickt, auch in gewisse andere europäische Länder.
 
In der schwedischen Alltagssprache und der Presse findet man für Mautgebühr bisweilen auch noch die Begriffe trängselavgift und biltullar, die allerdings im offiziellen Schwedisch bisher nicht existieren.
 
 
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