Wann spricht man beim Ober von kypare und wann vom servirör?

Offiziell gibt es zwischen den Berufsbildern "kypare" und "servitör", beziehungsweise "servitris", in Schweden keinen Unterschied, wenn man davon absieht, dass es keine Bezeichnung für eine(n) weiblichen "kypare" gibt, sondern man nur von einem "kvinnlig kypare" sprechen kann wenn man den Unterschied deutlich machen will. Mit beiden Worten bezeichnet man einen Ober, einen Kellner oder eine Bedienung.
 
Im Sprachgebrauch wird zwischen allerdings zwischen "kypare" und "servitör" dennoch unterschieden, denn der "kypare" wird mit einem etwas eleganteren und teureren Restaurant verbunden, während der "servitör" in einfacheren Einrichtungen und Schnellimbissen arbeitet. Dieser Unterschied drückt sich selbst in der Kleidung eines "kypare" und eines "servitör" aus, denn ersterer wird meist zum Tragen einer "edleren" Kleidung verpflichtet und ein "servitör" ist weitaus lockerer bekleidet. Wenn man daher in ein Schnellrestaurant geht, so wird man etwas merkwürdig (oder als Ausländer) betrachtet, wenn man vom "kypare" spricht, während dies in einem Restaurant mit Anzugzwang eine Selbstverständlichkeit ist.
 
Die Bezahlung und die Arbeitszeiten sind allerdings, zumindest im statistischen Schnitt, in Schweden bei einen "kypare" und einen "servitör" identisch, lediglich der gesellschaftliche Status wird unterschiedlich betrachtet.
 
 
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