Osterfeuer : Påskeld, påskbrasa, påskbål und påskfyr

Das deutsche Osterfeuer, das meist am Vorabend des Osterfests auf einem Berg oder Hügel entzündet wird, hat nur sehr wenig mit dem Osterfeuer Westschwedens zu tun, auch wenn Worte wie påskeld, påskbrasa, påskbål oder påskfyr Mitte des 18. Jahrhunderts über holländische Kaufleute nach Göteborg kamen, also ebenfalls im heidnischen Glauben ihren Ursprung haben.
 
Das schwedische Osterfeuer wird nur im süd-westlichen Teil Schwedens am påskaftonkväll (Abend des Karsamstag) traditionell entzündet um die Hexen, die am Gründonnerstag auf ihren Besen zum Blocksberg (blåkulla) aufbrachen bei ihrer Rückkehr zu erschrecken und vom Landen abzuhalten.
 
Im Grunde besteht zwischen påskeld, påskbrasa, påskbål und påskfyr nur ein geringer Unterschied, denn das Wort påskfyr gilt heute lediglich als veraltet und wird daher nur noch in sehr wenigen Gegenden benutzt, was auch für påskbål gilt, das im modernen Schwedisch überhaupt nicht mehr benutzt wird, jedoch in älteren Werken noch zu finden ist. Ein bål ist im Schwedischen sowohl ein sehr großes Feuer, als auch der Scheiterhaufen und erinnert daher an die Hexenverbrennungen. Aus diesem Grund sollte man das Substantiv påskbål in den meisten Fällen auch vermeiden.
 
Die Worte påskeld und påskbrasa werden einerseits in verschiedenen Regionen Westschwedens, je nach lokalem Sprachschatz, benutzt, sprachwissenschaftlich ist der Unterschied jedoch, dass es sich bei einem påskeld um ein sehr großes Feuer auf einer Anhöhe handelt, das von sehr großer Entfernung zu sehen ist, und ein påskbrasa ist ein weitaus kleineres Osterfeuer, wobei brasa, zum Beispiel, ein offenes Kaminfeuer sein kann, oder das Feuer in einem Holzofen, beziehungsweise in einem Kachelofen.
 
 
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