schärfen als slipa, skärpa und bryna

Das Verb schärfen wird in der deutschen Sprache sowohl in der Waffentechnik, als auch in der Ausbildung benutzt, kann aber ebenfalls bedeuten einen Gegenstand durch Schleifen scharf zu machen. Im Schwedischen muss man bei der Übersetzung des Wortes zwischen slipa, skärpa und bryna unterscheiden, wobei das Waffen scharf machen im Schwedischen nichts mit schärfen zu tun hat und daher umschrieben werden muss.
 
Das schwedische Verb slipa ist in erster Linie der Begriff für schleifen, denn man kann Diamanten ebenso slipa wie den Boden vor dem Lackieren slipa, und man kann auch seine Ausdrucksweise slipa. Gleichzeitig kann man jedoch auch ein Messer als slipsten (Schleifsten) slipa, also schärfen. Slipa bezeichnet in der Regel das Feinschleifen mit Hilfe eines rotierenden Schleifsteins.
 
Das Wort skärpa kann in den unterschiedlichsten Zusammenhängen benutzt werden, denn man kann ein Photo mit Hilfe eines Bildbearbeitungsprogramms skärpa, man kann die Ansprüche skärpa, also erhöhen, die Aufmerksamkeit skärpa, eine Strafe skärpa (verschärfen) und letztendlich Werkzeuge skärpa. Das Verb skärpa kann, im Sinne von schärfen, für nahezu alle Gegenstände angewiesen werden, wobei es sich dabei meist um ein "Grundschärfen" handelt. Einen Gegenstand kann man sowohl mit Hilfe eines slipsten (Schleifstein), als auch mit Hilfe eines brynsten (Wetzstein) oder einem anderen Hilfsmittel, zum Beispiel eines strigel (Streichriemen) vornehmen.
 
Das Verb bryna benutzte man ursprünglich für das Schleifen von Eggen, mittlerweile aber auch für das Handschleifen von Messern. Für das bryna, das genau genommen nur dazu dient die ursprüngliche Schärfe beizubehalten, greift man zu einem Wetzstahl oder einem Keramikstab, die in der Lage sind die Ablagerungen an den scharfen Stellen eines Messers zu entfernen und es auf diese Weise schärfen.
 
 
Wichtiger Hinweis:
 
Das aktuelle Lehrwerk, das eine Mischung aus Wörterbuch, Landeskunde und Stillehre für Neulinge der schwedischen Sprache darstellt, wird permanent erweitert und verbessert. Wir sind daher für Anregungen offen und sind auch bereit von unseren Lesern gewünschte Worte mit aufzunehmen und zu erklären. Jede Anregung ist uns willkommen.
 
Da das gesamte Werk eine Entwicklung aus einer über 30-jährigen Erfahrung im Sprachunterricht darstellt, ist es verständlich, dass wir jeden ungenehmigten Kopierversuch rechtlich verfolgen werden. Wir genehmigen jedoch grundsätzlich die kostenlose Übernahme einzelner Erklärungen oder Hinweise, vorausgesetzt, dass ein deutlich sichtbarer Hinweis mit Link zu dieser Site über, neben oder innerhalb des übernommenen Textes zu finden ist.