Der Schaum wird skum, lödder oder fradga

Das deutsche Substantiv Schaum wird für nahezu jede Art von Schaum angewandt, was im Schwedischen jedoch dazu führt, dass man bei der Übersetzung unter drei verschiedenen Worten wählen muss, die einen sehr unterschiedlichen Schaum bezeichnen. Skum ist nämlich weder lödder noch fradga.
 
Skum ist im Schwedischen zum einen der Schaum, der beim Kochen, zum Beispiel bei Kartoffeln oder Pasta, entsteht, aber auch das geschlagene Eiweiß oder die Blume des Biers, die umgangssprachlich ebenfalls nur als Schaum bezeichnet wird. Zum anderen wird skum im Bauwesen verwendet (byggskum = Bauschaum, Montageschaum). Aus sprachlich etwas unlogischen Gründen wird auch der Badeschaum als skum, genauer genommen als badskum, als Schaum bezeichnet.
 
Schaum, der bei der Anwendung von Seife, Spülmittel oder Waschpulver entsteht, wird im Schwedischen zu lödder. Man spricht daher auch vom tvållödder (Seifenschaum) oder dem raklödder (Rasierschaum). In der schwedischen Umgangssprache der letzten Jahre wird allerdings lödder oft ebenfalls als skum bezeichnet, obwohl es kaum einen Schweden gibt, der den Unterschied zwischen lödder und skum nicht kennt. In der Schriftsprache sollte man jedoch die beiden Begriffe nicht verwechseln.
 
Benutzt man im Schwedischen das Substantiv fragda, so denkt man in erster Linie an den Geifer eines Menschen oder eines Tiere, also den Schaum, der am Mund eines Tiers oder Menschen entsteht. Bei Menschen kann dies auf Grund einer Krankheit oder einer starken Aufregung geschehen. Auch die starke Ansammlung von Spucke wird dabei bereits als fradga bezeichnet. Erst in zweiter Linie denkt man beim Wort fradga auch daran, dass die Gischt ebenfalls fradga ist. Umgangssprachlich wird auch der Meeresschaum, fälschlicherweise, oft als skum, beziehungsweise havsskum, bezeichnet, obwohl auch als zusammengesetztes Wort havsfradga (Gischt, Meeresschaum) und sjöfragda (Seeschaum) hochsprachlich korrekt ist.
 
 
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