Die Tastatur wird zu klaviatur und tangentbord

Das Substantiv Tastatur erlebte im Deutschen einen Bedeutungswandel, denn auch wenn man damit jede Art von Tastatur bezeichnen kann, also jene eines Klaviers, einer Synthesizers und auch eines Computers oder anderen Eingabegerätes, so greift man heute beim Synthesizer zum Wort Keyboard, beim Klavier zu Klaviatur und bei Eingabegeräten, zum Beispiel bei Computern, zum Wort Tastatur. In der deutschen Hochsprache kann jedoch jede dieser Tastengruppen als Tastatur bezeichnet werden. Im Schwedischen wird die Tastatur als klaviatur, oder auch als tangentbord, bezeichnet, wobei man jedoch im Schwedischen auch das Fremdwort keyboard findet, das die gleiche Bedeutung wie im Deutschen hat und vor allem in der Musikszene benutzt wird.
 
Das schwedische Wort klaviatur kann im Deutschen nicht nur mit dem Wort Tastatur, sondern auch mit Klaviatur übersetzt werden. Auch wenn man früher in Schweden auch die Tastatur von Eingabegeräten und Computern als klaviatur bezeichnete, und dies bei einigen wenigen technischen Geräten beibehalten wurde, so versteht man heute unter der klaviatur die gesamten Tasten eines Musikinstruments, zum Beisiel eines Klaviers, einer Orgel oder ähnlicher Instrumente.
 
Das schwedische Wort tangentbord wiederum, wird heute fast ausschließlich für die Tastaturen von Computern, Schreibmaschinen und größerer technischer Eingabegeräten benutzt, auch wenn das Wort in Texten, die vor dem Zweiten Weltkrieg entstanden, oft als tangentklaviatur benutzt wurde und man damals auch bei der Orgel oft von einem tangentbord sprach. Im modernen Schwedisch werden klaviatur und tangentbord nicht mehr als Synonyme gesehen.
 
Kleinere Tastaturen, zum Beispiel beim Handy, bei Taschenrechnern oder bei Fernbedienungen werden im Schwedischen normalerweise nicht als tangentbord bezeichnet, sondern man spricht in diesem Fall von einem knappsats.
 
 
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