Wann ist der Teig deg und wann wird er smet?

Das Lernen einer Fremdsprache ist in der Regel mit sehr vielen sprachlichen Fragezeichen verbunden, da Wörterbücher Worte ohne Inhalt anbieten, im täglichen Gespräch jedoch der Inhalt eines Wortes Bedeutung gewinnt.
 
Wer im deutsch-schwedischen Wörterbuch das Wort "Teig" aufschlägt, wird dabei auf die schwedischen Worte "deg" und "smet" stoßen, da man im Deutschen zwar, wie auch im Schwedischen, vom Kuchenteig, Waffelteig oder Brotteig sprechen kann, aber alle Backwaren, inklusive Pfannkuchen und Waffeln, werden nun einmal mit Hilfe von Teig hergestellt.
 
Im Schwedischen findet man jedoch einen bedeutenden Unterschied zwischen den verschiedenen Teigarten und die Worte "deg" und "smet" können nicht miteinander ausgetauscht werden, sind also keine Synonyme, sondern jedes der beiden Worte hat einen eigenen Wortinhalt.
 
Benutzt man das Wort "deg", so sieht man im Schwedischen eine zähe Teigmasse, die überwiegend mit Hilfe von Hefe gärt. Man spricht daher auch von "surdeg" (Sauerteig), "bröddeg" (Brotteig), "pizzadeg" (Pizzateig) aber auch von "sprängdeg" (Plastiksprengstoff) und, mit gewissen Einschränkungen, vom "kakdeg" (Kuchenteig).
 
Benutzt man jedoch das Wort "smet", so sieht der Schwede einen weitaus weicheren Teig vor sich bei dem man sehr häufig Backpulver als Gärmittel verwendet, bisweilen aber auch keinerlei Gärmittel benötigen. Diese Teige verwendet man für Waffeln, Pfannkuchen, Torten, zahlreiches Kleingebäck und die Mehrheit der Kuchen. Diese Teige müssen nicht, wie die Mehrheit der "degar", geknetet werden, sondern man greift zum Handrührgerät oder Mixer.
 
Es ist daher logisch, dass man vom "sockerkakssmet" (Kuchenteig, eigentlich Zuckerkuchenteig), dem "pannkakssmet" (Pfannkuchenteig), aber auch dem "köttbullssmet" (Fleischbällchenmasse) spricht.
 
Aber auch wenn die Unterscheidung von "deg" und "smet" im Schwedischen im Prinzip sehr einfach ist, so gibt es einige "Streitfälle" in der Umgangssprache, denn bei der Herstellung von Schokobällchen spricht man abwechslungsweise von "deg" und "smet", denn der Geschmack reizt zur Benutzung des Wortes "smet" und die Konsistenz ist eher ein "deg".
 
 
Wichtiger Hinweis:
 
Das aktuelle Lehrwerk, das eine Mischung aus Wörterbuch, Landeskunde und Stillehre für Neulinge der schwedischen Sprache darstellt, wird permanent erweitert und verbessert. Wir sind daher für Anregungen offen und sind auch bereit von unseren Lesern gewünschte Worte mit aufzunehmen und zu erklären. Jede Anregung ist uns willkommen.
 
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