Eine Terrasse ist im Schwedischen nicht nur die terrass

Die Mehrheit der schwedischen Bevölkerung fühlt sich wie magisch von der Sonne angezogen, was sich in jeder Situation des Lebens zeigt. Es ist daher nicht verwunderlich, dass auch die Terrassen eine sehr wichtige Rolle im Leben der Schweden spielen und jede Art der Terrasse einen eigenen Namen trägt.
 
Spricht man im Schwedischen von der "terrass", so handelt es sich dabei um eine unbedachte Fläche am Haus oder der Nähe eines Hauses in der man sich während der Freizeit aufhält. Außer einem wetterfesten Bodenbelag verfügt eine Terrasse über keine oder sehr wenige zusätzlichen Eigenschaften. Auch bei Restaurants und Miethäusern kann man Terrassen finden, die in diesen Fällen jedoch für größere Gruppen und auch unterschiedliche Gruppen an Personen gedacht sind.
 
Liegt die Terrasse direkt an einem Wohngebäude und verfügt über ein Dach, so spricht man im Schwedischen grundsätzlich von einer "veranda". Wie auch die "terrass", so ist die "veranda" ebenerdig, wobei man jedoch in der Regel direkt von einem Zimmer des Hauses aus Zugang zu einer "veranda" hat. Eine "veranda" kann über umfassende,teilweise künstlerisch, Holzarbeiten verfügen. Der Begriff "veranda" wird im Schwedischen noch heute oft mit der "punschveranda" des 19. Jahrhunderts verbunden, die heute jedoch nur noch an historischen Gebäuden zu finden ist. Eine Veranda kann im Deutschen selbst ein ans Haus gebauter Wintergarten sein.
 
Das schwedische Wort "altan" bezieht sich wiederum auf eine Terrasse, die auf Pfeilern steht, oft also einen Zugang von der ersten Etage eines Hauses aus hat. Ein "altan" ist bisweilen nur über eines der Zimmer, meist das Wohnzimmer, eines Hauses zu erreichen und bietet eine ansprechende Aussicht, zum Beispiel über einen See, die Natur oder eine Gartenanlage.
 
Schließlich findet man dann auch noch den "farstukvist", einen überdachten Vorbau vor dem Haupteingang eines Hauses. Dieser Vorbau kann in Herrschaftshäusern bedeutende Ausmaße annehmen und dem gleichen Zweck wie eine Terrasse dienen, während die Fläche eines "farstukvist" in kleinen Ferienhäuschen gerade einmal dazu ausreicht um dort seine Schuhe auszuziehen. Den "farstukvist", in Mittelschweden auch als "förstukvist" bezeichnet, findet man vor allem im mittleren und nördlichen Teil Schwedens, wobei, genau genommen, die beiden Ausdrücke auch mit einer unterschiedlichen Bauweise verbunden sind.
 
 
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