Der Töpfer als keramiker und als krugmakare

Währen das deutsche Wort Töpfer regional auch für den den Hersteller gewisser Keramikprodukte verwendet werden kann, unterscheidet man im Schwedischen deutlich zwischen "keramiker" und "krugmakare".
 
Der "krugmakare" ist im Schwedischen der Töpfer, der überwiegend Töpfe oder auch einfache Servierplatten aus Ton herstellt und dafür eine Drehscheibe benutzt. Vor dem Verkauf werden diese Produkte meist auch glasiert und gebrannt. Normalerweise stellt ein "krukmakare" also keinerlei Keramikprodukte her.
 
Bereits bei der Herstellung von Steingut, insbesondere aber von Porzellan, spricht man in Schweden in der Regel nicht mehr vom "krukmakare", sondern vom "keramiker", obwohl hierbei die Grenze schwimmend ist, denn es gibt auch "krukmakare", die Steingut herstellen, da der Unterschied zwischen Steingut und Tonwaren lediglich in der Temperatur während des Brennens zu suchen ist, denn Tonwaren werden bei 1000 Grad gebrannt und Steingut benötigt 1250 Grad. Bei Steingut spricht man jedoch grundsätzlich von einem Keramikprodukt und nicht von einem Tonprodukt.
 
"Keramiker" ist im Schwedischen natürlich nur ein Oberbegriff, denn man unterscheidet hier zusätzlich "vardagskeramik" (Gebrauchskeramik), "konstkeramik" (Kunstkeramik) und "industrikeramik" (Industriekeramik), die wiederum in zahlreiche Untergruppen aufgeteilt werden können, denn Keramik kann, unter anderem, auch als Isolator eingesetzt werden, findet beim Zahnersatz Anwendung und ist selbst in Badezimmern und in Küchen zu finden.
 
 
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