tröpfeln als droppa, drypa und sippra

Das Verb tröpfeln ist immer mit kleinen Tropfen verbunden, die langsam niederfallen oder herabrinnen, wobei das Wort in der Umgangssprache noch weitere Bedeutungen erhält und auch angewandt wird um auszusagen, dass es leicht regnet. In der schwedischen Sprache kann tröpfeln durch droppa, drypa, sippra und dugga ausgedrückt werden.
 
Das schwedische Verb droppa wird sowohl aktiv als auch passiv benutzt, wobei es sich dabei immer um das Herabfallen von Tropfen handelt, die, zum Beispiel, von einem undichten Dach kommen, einer Kerze oder auch der Stirn eines Sportlers. Andererseits kann man auch Zitronensaft oder eine andere Flüssigkeit droppa i einen Topf oder auch die Soße. Im übertragenen Sinn kann man auch ein bestimmtes Projekt oder einen Plan droppa, also fallen lassen.
 
Bei drypa fallen die Tropfen nicht, sondern rinnen entlang einer Mauer, der Stirn oder auch einem Fels. Drypa ist daher in vielen Fällen der Vorläufer von droppa, was vor allem beim Schweiß auf der Stirn deutlich wird, denn erst wird er in Tropfenform entlang der Stirn drypa um anschließend auf das T-Shirt oder den Boden zu droppa. In diesem Fall sagt die Wahl zwischen droppa und drypa sehr deutlich aus wo sich der Schweißtropfen befindet. Im übertragenen Sinn kann auch eine Erzählung oder ein Film drypa av übertriebenem Herz-Schmerz-Gefühl.
 
Sippra bezeichnet schliesslich den Moment in dem die Feuchtigkeit in Tropfenform hervortritt, zum Beispiel in einer Tropfsteinhöhle oder dem undichten Dach. Es handelt sich also um die Ansammlung der Feuchtigkeit bis zur Tropfenbildung. Sippra ist daher in vielen Fällen das Vorstadium zu drypa, was auch in übertragenem Sinn der Fall sein kann, wenn zum Beispiel eine Nachricht vor einer Veröffentlichung bereits durchsickert. Auch der Schweiß auf der Stirn wird daher, genau genommen, erst durch die Haut sippra, um dann entlang der Stirn zu drypa und letztendlich auf die Erde zu droppa".
 
Will man deutschen, umgangssprachlichen Ausdruck tröpfeln auf ein leichtes rechnen anwenden, so muss man im Schwedischen zu dugga greifen, beziehungsweise sagen det duggade lätt.
 
 
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