Tvätta und vaska sollten nicht verwechselt werden

Für das Verb waschen gibt es im Schwedischen zwei Begriffe, nämlich "tvätta" und "vaska", die in ihrer Grundbedeutung kaum verwechselt werden können, da man Gold "vaska" muss und die Hände "tvätta" sollte.
 
Ein Problem taucht jedoch auf, wenn man den beiden Worten auf den Zahn fühlt und die tatsächliche Anwendung betrachtet. Sehr schnell stellt man dann fest, dass man auch Champagner "vaska" kann und das Wort "vaska" auch beim Geschirr spülen und beim Boden putzen verwendet wird.
 
Das "vaska" von Champagner bedeutet, dass der Gast eines Restaurants zwei Flaschen Champagner bestellt und den Kellner bittet eine davon in den Ausguss zu gießen, ein etwas seltener schwedischer Brauch, der gegen 2010 aufkam, als immer mehr Städte verboten Champagner zu schütteln und dann die Umgebung damit zu besprühen.
 
Verwendet man "vaska" beim Geschirr spülen oder beim Putzen des Badezimmers oder des Bodens, so bedeutet dies, dass es in aller Schnelle und nicht sonderlich gründlich geschieht.
 
"Tvätta" wird wiederum nicht nur dann benutzt, wenn man sich die Hände, oder auch seinen gesamten Körper, wäscht, sondern auch die Wäsche muss man "tvätta", das Auto, die Fenster oder den Fußboden, wenn es gründlich sein soll. Während man das Geschirr zwar "vaska" kann, so muss man das Verb spühlen jedoch mit "diska" übersetzen und darf nicht zu "tvätta" greifen.
 
Im übertragenen Sinn sagt man allerdings auch "tvätta pengar" bei der Geldwäsche und man benutzt "tvätta" selbst bei der chemischen Reinigung, obwohl hier das korrekte Wort "kemtvätta" wäre, also chemisch reinigen lassen.
 
 
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