wehleidig als sjåpig, gnällig und als ynklig

Das Adjektiv wehleidig kann im Deutschen bei einer Überempfindlichkeit angewandt werden, kann aber auch eine allgemeine Wehleidigkeit, also eine Charaktereigenschaft, ausdrücken. In der schwedischen Sprache findet man für das Wort wehleidig die Begriffe sjåpig, gnällig und ynklig.
 
Das schwedische Adjektiv sjåpig" kommt dem deutschen Wort zimperlich sehr nahe, drückt also auch eine Schüchternheit oder eine Angst aus. Im Sinne von wehleidig kann mit sjåpig, zum Beispiel, die Angst vor einem Arztbesuch ausgedrückt werden.
 
Das Adjektiv ynklig bedeutet vor allem mickerig, erbärmlich und jämmerlich und kann daher eine Wehleidigkeit aus Feigheit ausdrücken. Benutzt man den Begriff ynklig, so geht man davon aus, dass die betroffene Person immer negativ eingestellt ist und davon ausgeht dass ein Ergebnis, oder auch eine Untersuchung, immer schlechter ausgeht als die Tatsache dann zeigen wird.
 
Gnällig bedeutet vor allem jammern oder, bei Kindern, quengelig, was oft einschließt, dass diese Person bei jeder psychischen Belastung oder jedem kleinsten Schmerz zu wimmern beginnt. Man spricht daher auch von einer gnällig röst, also einer jammernden Stimme. In welchen Situation gnällig zu wehleidig wird, muss man jeweils dem Satzzusammenhang entnehmen.
 
 
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