Die Ruhe als lugn, ro, tystnad, stillhet, vila und frid

Die Ruhe kann im Deutschen sehr unterschiedliche Bedeutungen haben, wobei dieses Wort auch um ein Synonym für Worte wie Frieden, Stille, Lautlosigkeit oder Geräuschlosigkeit sein. Die Ruhe kann daher eine Bewegungslosigkeit handeln, um eine Ruhe vor dem Sturm, kann einen seelischen Zustand ausdrücken oder auch eine absolute Stille bezeichnen. In der schwedischen Sprache unterscheidet man hierbei zwischen lugn, ro, tystnad, stillhet, vila und frid.
 
Zum Wort lugn greift man im Schwedischen um einen Zustand der Ruhe auszudrücken, also einen Zustand ohne Konflikte und ohne Störung, auch im übertragenen Sinn. Die Windstille kann daher ebenso als lugn bezeichnet werden wie man auch von der lugn vor dem Sturm spricht.
 
Bei der ro handelt es sich vor allem um eine innere Stille, wobei das Wort ro sehr häufig bei zusammengesetzten Worten vorkommt. Man spricht daher von nattro (Nachtruhe), sinnesro (Gemütsruhe) oder auch arbetsro (Arbeitsruhe).
 
Unter tystnad wiederum versteht man die Ruhe, die entsteht wenn man keine Laute mehr hört, genau genommen wenn man keine störenden Geräusche mehr hört. Man spricht daher von der tystnad im Wald oder auch der tystnad mitten in der Nacht, wenn man kaum noch Verkehr auf der Straße findet. Tystnad wird auch im übertragenen Sinne benutzt, zum Beispiel im Sinne der tystnadskultur (Schweigekultur).
 
Das Wort stillhet kommt im Schwedischen vor allem im religiösen Zusammenhang vor, denn eine Beerdigung kann in aller stillhet geschehen, aber auch ein Kranker kann sich längere Zeit in stillhet befinden, denn stillhet drückt aus dass jemand oder etwas ohne viel Bewegung und in aller Stille geschieht.
 
Vila ist in der schwedischen Sprache die physische Ruhe, sowohl in der Physik, als auch im Alltagsleben, wobei man hierbei unter vila die Inaktivität meint, also vor allem das Ausruhen.
 
Der frid ist schließlich die Ruhe im Sinne von Frieden und bezeichnet daher die innere und äußere Harmonie, wenn, zum Beispiel, jemand den frid des Sonntags schätzt oder von der Stadt aufs Land zieht um dort den frid zu finden. Frid wird auch oft im religiösen Zusammenhang benutzt, zum Beispiel im Ausdruck vila i frid (Ruhe sanft).
 
 
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